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Die Pflanzenwelt im Naturpark Riedingtal

Im Riedingtal wachsen zahlreiche gefährdete und gesetzlich geschützte Pflanzenarten. Die farbenprächtigen Almen sind besonders zur Sommersonnenwende beeindruckend, wenn Tausende Blüten die Zederhauser Prangstangen schmücken. Die unberührten Gipfelregionen bieten eine vielfältige Naturlandschaft. Der botanische Reichtum wird durch kalk- und zentralalpine Gesteine begünstigt. Viele Alpenpflanzen sind traditionelle Heilpflanzen, deren Bedeutung heute wieder wächst.

Enzian
Edelweiß
Weitere Infos zum Thema

Natur und Kultur

  • Röhrenblütler
  • Korbblütler
  • Rosengewächs
  • Braunwurzgewächs
  • Hahnenfußgewächs
  • Enziangewächs
  • Knöterichgewächs
  • Mohngewächs
  • Heidekrautgewächs
  • Orchideengewächs
  • Wasserschlauchgewächs
  • Liliengewächs
  • Natterngewächs
  • Lippenblütler
  • Primelgewächs
  • Riedgrasgewächs
  • Nelkengewächs
  • Bleiwurzgewächs
  • Kreuzblütler
  • Schwalbenschwanzgewächs
  • Doldengewächs
  • Glockenblumengewächs
  • Steinbrechgewächs

Silberdistel

Carlina acaulis (Röhrenblütler)
Blätter in Rosetten, am Ende stachelig.
Blütenköpfe bis 10 cm breit, röhrenförmig, weißlich bis rosa.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Felshänge, trockene Rasen, lichte Bergwälder, in weiten Teilen Europas.

 

Gold-Pippau

Crepis aurea (Korblütler)
Bis 30 cm hoch, Stängel unverzweigt, Blätter grundständig, kahl, Blüten zungenförmig.
Blütezeit: V – IX
Standort: Almwiesen, Zwergweidenspaliere bis 2500 m in den Alpen bis Kleinasien.

 

Gämswurz-Grossblütige

Doronicum grandiflorum (Korbblütengewächs)
Bis 50 cm hoch, mit behaartem Stängel, grundständige Blätter, leicht herzförmig, obere Blätter sitzend, Köpfe 4–6 cm breit, Köpfchenboden behaart.
Blütezeit: VII – VIII
Standort: Felsschutt, offene Rasengesellschaften und Kalkfluren, stets auf Kalk bis über 2500 m in den Alpen, Pyrenäen und Korsika.

 

Wucherblume

Leucanthemum atratum halleri (Korbblütler)
Bis 40 cm hoch mit aufrechten 1-köpfigen, beblätterten Stängel, Blätter kahl, spatelig, grob gezähnt bis gesägt, Köpfe bis 5 cm breit, Hülle halbkugelig, Hüllblätter mehrreihig, breit schwarzrandig.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Felsschutt, offene Rasen meist über 1500 m, von Wallis bis Oberösterreich und Kärnten.

Alpen-Massliebchen

Alster bellidiastrum (Korbblütler)
Bis 30 cm hoch, Blätter verkehrt eiförmig, ganzrandig oder vorne gekerbt, Köpfchen einzeln, auf blattlosen Schäften, Scheibenblüten gelb. Hüllschuppen in 2 Reihen, bis zu 50 Randblüten.
Blütezeit: V – VIII
Standort: Rasen, Quellfluren, lichte Bergwälder bis weit über 2000 m in den Alpen, Mittel- und Südeuropa.

 

Edelweiss

Leontopodium alpinum (Korbbütler)
Bis 25 cm hoch mit dichtem, wolligen Stängel, auf der Unterseite weißfilzig behaarte Blätter, Köpfchen 5–6 mm lang, röhrenförmige Blüten, endständig, weißfilzige sternförmig angeordnete Hochblätter.
Blütezeit: VII–IX
Standort: Felsspalten, rasige Schutthalden u. lückige Rasen meist über 1500 m in Alpen, Pyrenäen, Karpaten, nördl. Balkanhalbinsel.

Alpen-Aster

Aster alpinus (Korbblütler)
Bis 20 cm hoch, 1-köpfiger Stängel, flaumig behaart, Zungenblüten blauviolett bis rosa.
Blütezeit: VII–IX
Standort: offene Rasen, kalkreiche Böden bis über 3000 m. in den Alpen bis nach Asien u. Nordamerika.

 

Goldrute

Solidago virgaurea (Korbblütler)
Bis 50 cm hoch, meist kahle Pflanze. Köpfchen in dichten, ährigen Blütenständen
Blütezeit: VII–X
Standort: Rasen, Bergwälder, in den Alpen, Europa, Arktis. Sehr bekannte Heilpflanze.

 

Arnika

Arnica montana (Korbblütler)
Bis 60 cm hoch, behaart. Stängel mit 1 – 3 gegenständigen Blattpaaren. Köpfe bis 8 cm breit, orange bis dottergelb.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Trockene Weiden auf Urgestein, in den Alpen Europas.
Sehr bekannte Heilpflanze (Vorsicht!)

 

Alpenscharte

Saussurea alpina (Korbblütler)
Bis 35 cm hoch, Blätter oberseits kahl, unterseits locker grauwollig - spinnwebis, Blüten 5 - 15 im straußigen Körbchen, reichästige Rispe, eiförmig, Blüten zwittrig, rotviolett. Blätter grundständig am Stängel wechselständig, gestielt.
Blütezeit: VI–IX
Standort: arktisch - alpine Verbreitung, auf kalkarme, steinige oder torfige Böden, windgefegte Grate, von 2000 bis 3000 m in den Zentralalpen.

 

Gold-Fingerkraut

Potentilla aurea (Rosengewächs)
Bis 30 cm hoch, behaarte Pflanze. Grundblätter 5-zählig, oberseits kahl, unterseits seidenhaarig Kronblätter herzförmig.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Rasen, meist auf sauren Böden. In den Alpen v. den Pyrenäen bis Kleinasien, bis 2500 m.

 

Gestutzes Läuserkraut

Pedicularis recutita (Braunwurzgewächs)
Bis 60 cm hoch, Stängel beblättert, Blätter gefiedert, Kelch kahl, Krone bis
1,5 cm lang, dunkel blutrot überlaufen.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Quellfluren, Rostseggenrasen von 1000 m bis 2500 m, in den Alpen von Savoyen bis Niederösterreich.

 

Fingerhut-Grossblütiger

Digitalis grandiflora (Braunwurzgewächs)
Bis 1 m hoch, grundständige Blattrosette, unverzweigter Stängel, Blätter lanzettlich, feingesägter Rand. Blütenkrone 4–5 cm lang, innen gepunktet, an der Spitze 2-lippig.
Blütezeit: VI – IX
Standort: Felsschutt, lückige Rasen, Waldränder in den Alpen Europas.
Sehr giftig!!!

 

Gletscher Hahnenfuss

Ranunculus glacialis (Hahnenfußgewächs)
Bis 20 cm hoch, Stängel aufrecht, verzweigt, meist kahl,
Grundblätter fleischig 3-teilig, Blüten weiß bis braunrosa, 1½ – 3 cm breit.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Alpen in ganz Europa, bis 4200 m.

 

Sumpfdotterblume

Caltha palustris (Hahnenfußgewächs)
Bis 50 cm hoch, Stängel hohl, aufsteigend, Grundblätter gestielt, Stängelblätter sitzend, nierenförmig. Blüten ohne Kelchblätter, immer goldgelb, fettig glänzend, 2½ – 4 cm breit.
Blütezeit: III – V
Standort: Nasse Lehmböden, Nasswiesen, Graben, Ufer, bis 2200 m in Europa.

 

Trollblume

Trollius europaeus (Hahnenfußgewächs)
Bis 60 cm hoch, Blätter gestielt, handförmig 3 – 5teilig, Blüten meist einzeln, endständig 2 – 3 cm breit, neigen sich kugelig zusammen.
Blütezeit: V – VI
Standort: Feuchtböden, Bergwiesen,
in den Alpen bis ca. 2300 m zerstreut in ganz Europa.

 

Frühlings-Küchenschelle

Pulsatilla vernalis (Hahnenfußgewächs)
Bis 15 cm hoch grundständige Blätter, wenig behaart, einfach gefiedert, Blüten einzeln endständig 4 - 6 cm breit, außen hell-violett, rosa bis zartbräunlich, immer weiß zottig behaart.
Blütezeit: III–VI
Standort: kalkarme, ungedüngte Böden, Magerrasen, im Mittelgebirge in den Alpen von ca. 1000 m bis 3000 m.

 

Waldrebe (Alpenrebe)

Clematis alpina (Hahnenfußgewächs)
Bis 2 cm lang, kletternde, verholzte Triebe, Blätter gegenständig, langgestielt. Blüten einzeln, langgestielt, nickend bis 5 cm lange violett bis hellblaue Blütenblätter.
Blütezeit: V–VIII
Standort: Felsen, Gebüsche, lichte Wälder, auf Kalk, auch auf Silikat, in den Alpen u. Pyrenäen, Osteuropäische Gebirge, Nordasien u. Nordamerika.

 

Purpurenzian

Gentiana purpurea (Enziangewächs)
Bis 60 cm hoch, Blätter kreuzgegenständig, elliptisch bis lanzettlich. Blüten in Achseln der oberen Stängelblätter. Kelch glockig mit 5–8 nach außen gebogenen Zähnen.
Blütezeit: VI – IX
Standort: Almweiden, Hochstaudenfluren, Bergwälder über 1300 m. Alpen von Niederösterreich bis Bayern.

 

Schnee-Enzian

Gentiana nivalis (Enziangewächs)
Bis 15 cm hoch, Stängel oft vom Grund auf verzweigt, Grundblätter eiförmig, stumpf. Blüten an Astenden, Krone 1½ cm breit, leuchtend blau.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Offene Rasenbestände, besonders Südlagen, kalkhaltige Böden, meist über 1500 m. Verbreitung von Pyrenäen bis Balkan und Kleinasien.

 

Sumpfenzian (Tarant)

Swertia perennis (Enziangewächs)
Bis 50 cm hoch, Blätter gegenständig, schmal-eiförmig. Blüten mit kantigen Stielen in lockerer Rispe, trüb violett mit schmutzig violetter Äderung.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Kalkhaltige nasse Moorböden, Flach- und Quellmoore, Alpenvorland bis 2000 m.

 

Enzian Breitblätter

Gentiana acaulis (Enziangewächs)
Bis 10 cm hoch, Stängel zur Blütezeit sehr kurz, Grundblätter lanzettlich, Stängelblätter viel kleiner, Blüten einzeln, Krone blau, schmal klockenförmig, innen mit grünen Flecken od. Streifen.
Blütezeit: V–VIII
Standort: Felshänge, Rasen, Weiden, gern auf Kalk, über 1000 m, in den Zentralalpen, Pyrenäen, Karpaten, Balkanhalbinsel.

 

Bayerischer Enzian

Gentiana bavarica (Enziangewächs)
Bis 20 cm hoch, 1-blütige Stängel, mehrblättrige blütenlose Triebe, Blätter verkehrt eiförmig, stumpf, Krone 2 – 3 cm breit mit ausgebreiteten, stumpfen Kronzipfeln, Kelch röhrenförmig, sehr schmal geflügelt.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Quellfluren, offene Rasenbestände, vorwiegend auf Kalk, nur in den Alpen verbreitet.

 

Punktierter Enzian

Gentiana punctata (Enziangewächs)
Bis 60 cm hoch, kreuzgegenständig, Krone hellgelb, schwarz gepunktet.
Blütezeit: VII–IX
Standort: Zwergstrauch, Rasen auf sauren Böden, über 1500 m. In den Alpen, Karpaten, Balkanhalbinsel

 

Alpensäuerling

Oxyria digyna (Knöterichgewächs)
Bis 50 cm hoch, kahle Pflanze, Grundblätter herzförmig, sauer schmeckend. Blüten hängend, Stiel deutlich gegliedert, Fruchtknoten mit 2 Griffeln.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Kalkarmer, gut durchfeuchteter Felsschnitt in den Alpen Europas und Arktis.

 

Gelber Alpenmohn

Papaver rhaeticum (Mohngewächs)
Bis 20 cm hoch, 1-blütig, blattloser, steifhaariger Stängel. Blätter behaart, 4 Kronblätter, 2 Kelchblätter, dicht schwarzhaarig.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Kalkschiefer, Dolomit-Felsschnitt, Südostalpen bis Balkanhalbinsel.

 

Weißer Alpenmohn

Papaver sendtneri (Mohngewächs)
Bis 20 cm hoch, 1-blütig, steifhaariger Stängel, Blätter grundständig, zerstreut behaart. Kronblätter ca. 2 cm lang, Kelchblätter dicht braunschwarz behaart.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Felsschutt, Felsspalten auf Kalk/Dolomit bis über 2400 m – Zentralalpen bis Dachstein.

 

Bewimperte Alpenrose

Rhododendron hirsutum (Heidekrautgewächs)
Bis 100 cm hoher Strauch, Blätter flach, grün mit kurzen Zähnen, abstehende Wimpern. Krone glockenförmig.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Kalkböden, Bergwälder bis 2500 m, mittlere/südliche Alpen, Tatra, Balkan.

 

Zwerg-Alpenrose

Rhodothamnus chamaecistus (Heidekrautgewächs)
Bis 30 cm hoch, locker verzweigter Zwergstrauch, Blätter länglich, bewimpert, immergrün. Blüten auf langen drüsig behaarten Stielen, Krone bis 3 cm.
Blütezeit: V – VII
Standort: Felsspalten, Felsschutt auf Kalk/Dolomit über 2000 m, Alpen von Comer See bis Allgäu.

 

Zweiblättrige Waldhyazinthe

Platanthera bifolia (Orchideengewächs)
Bis 50 cm hoch, Stängel hell, gelbgrün, mit 2 selten 3-4 grundständigen Laubblättern, 3–5 lanzettliche Stängelblätter. Blütenstand zylindrisch bis 25 cm lang, reichblütig, weiß, Lippe zungenförmig nach abwärts gerichtet.
Blütezeit: VI–VII
Standort: Wiesen, lichte Wälder in Europa und Asien.

Kohlröschen

Nigritella nigra (Orchideengewächs)
Bis 15 cm hoch mit grasartigen Blättern, Blüten dunkelrot bis schwarz-rot, eiförmig, stark nach Vanille duftend, Perigonblätter lanzettlich, Lippe 3eckig, aufwärts gerichtet.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Trockene Wiesen, meist über 1500 m in den Alpen häufig, sowie europäische Gebirge vorkommend.

 

Alpen-Fettkraut

Pinguicula alpina (Wasserschlauchgewächs)
Bis 15 cm hoch, Blätter gelbgrün, elliptisch, am Rand eingerollt, drüsig klebrig (Fang kleiner Insekten), grundständige Rosette. Blüten einzeln, Krone mit Sporn, rahmweiß mit gelben Flecken.
Blütezeit: V–VII
Standort: Rasen, Flachmoore, Quellflure bis über 2500 m, Alpen und Nordeuropa. Eiszeitrelikt.

 

Türkenbund

Lilium martagon (Liliengewächs)
Bis 1,5 m hoch, Blätter wechselständig, die mittlere quirlartig angeordnet. Blüten stark u. unangenehm riechend, Blütenblätter bis 7 cm lang, zurückgebogen.
Blütezeit: VII–VIII
Standort: Laubwälder, Hochstaudenfluren, Bergwiesen bis über 2000 m in den Alpen fast ganz Europa, Asien bis ca. Baikalseegebiet.

 

Mondraute

Botrychium lunaria (Natterngewächs)
Bis 25 cm hoch, Blattstiel gabelig verzweigt, aufrecht, kahl, gelbgrün glänzend. Fiederblatt halbmondförmig, diese überdecken sich teilweise. Die Rispe mit Sporangien zweigt in der Mitte des Blattwedels ab. Sporenbehälter erst hellgrün, später bis bräunlich.
Blütezeit: VI–VIII
Standort: auf trockenen, kalkhaltigen bis sauren Böden, Borstgrasrasen, in den Alpen.
(Die älteste Pflanze der Welt – ca. 300 Mio. Jahre).

 

Pyramiden Günsel

Ajuga pyramidalis (Lippenblütler)
Bis 20 cm hoch, Grundblätter in Rosetten, am
Rand gekerbt; Stängelblätter dicht stehend. Blüten bis 2 cm lang mit sehr kurzer Oberlippe.
Blütezeit: VI – IX
Standort: Magerwiesen, Almweiden, auf kalkarme Böden bis über 2000 m.
In den Alpen häufig in ganz Europa verbreitet.

 

Klebrige Primel

Primula glutinosа (Primelgewächs)
Bis 10 cm hoch, Blätter bis 6 cm lang, vorne meist gezähnt, sehr klebrig, matt glänzend. Blüten bis zu 7 cm, duftend, dunkelviolett bis lila, Kronzipfel tief eingebuchtet.
Blütezeit: IV–VI
Standort: Feuchter Felsschnitt, Weidenspalier auf kalkarmen Böden von 1600 bis 3000 m, Ostalpen bis zur Karpatenregion.

 

Mehl-Primel

Primula farinosa (Primelgewächs)
Bis 30 cm hoch, Blätter grundständig, oberseits grün, unterseits dicht mehlig bestäubt. Blüten 1–1,5 cm lang auf mehlig bestäubtem Schaft, Krone 5-lappig.
Blütezeit: V–VII
Standort: Flachmoore, Rasen, Felsschutt, von der Ebene bis über die Baumgrenze, in den Alpen Europas bis Arktis.

 

Zwerg-Primel

Primula minima (Primelgewächs)
Bis 4 cm hoch, Blätter rosettenartig, keilförmig bis 2 cm lang, glänzend, große knorpelige Sägezähne, Blüten bis 3 cm breit, meist einzeln auf dem Schaft.
Kronlippen tief eingeschnitten, Kelch schmal glockig.
Blütezeit: VI–VII
Standort: Felsschnitt, Rasen, Schneetälchen auf kalkarmen Böden von 1500 m bis 3000 m in den Alpen, Karpaten und Balkan.

Echtes Alpenglöckchen

Soldanella alpina (Primelgewächs)
bis 15 cm hoch, rundliche Blätter, junge Blatt- und Blütenstiele mit sitzenden Drüsen, später kahl, Krone trichterig bis zur Mitte oder mehr gefranst.
Blütezeit: IV–VII
Standort: feuchte Böden, Rasen, vorwiegend auf Kalk, von den Tallagen bis 3000 m in den Alpen, Pyrenäen, Schwarzwald, Apennin und Balkan.

Aurikel

Primula auricula (Primelgewächs)
Bis 30 cm hoch, meist wie in Mehl getaucht, Blätter grundständig, fleischig; Blüten duftend, goldgelb, glockenförmig
Blütezeit: IV–VI
Standort: Felsspalten, Felsschutt, stets auf Kalk bis 2500 m, in den Alpen, Karpaten, Jura, Apennin.

 

Wollgras

Eriophorum angustifolium (Riedgrasgewächs)
Bis 50 cm hoch, Stängel undeutlich 3-kantig, aufrecht oder nickend, Blütenstand mit 3 - 7, etwa 1 - 2 cm langen weißwolligen hängenden Ährchen, Wollhaare 4 - 5 cm lang.
Blütezeit: III - VIII
Standort: nasse, torfige Böden, Nasswiesen, Gräben, Flachmoore in den Alpen bis ca. 2300 m.

Prachtnelke

Dinthus superbus (Nelkengewächs)
Bis 70 cm hoch, Stängelblätter gegenständig, bis 8 cm lang und ca. 5 mm breit, Blüten endständig, Blütenblätter tief unregelmäßig zerschlitzt.
Blütezeit: IV - X
Standort im mittleren Almgebiet auf massig sauren, nährstoffwarmen Böden, Almwiesen bis 2300 m in den Alpen.

Alpen-Grasnelke

Armeria alpina (Bleiwurzgewächs)
Bis 30 cm hoch, meist in dichten Polstern. Blätter grasartig bis 8 cm lang, Stängel kahl, blattlos. Blüten in den Achseln häutiger Tragblätter in köpfchenartigen Blütenständen.
Blütezeit: VI - IX
Standort: Felsspalten, Felsschutt, lückige Rasen von 1500 m bis ca. 3000 m in den Alpen, Spanien, Pyrenäen, Karpaten.

Weiße Zahnwurz

Cardamine enneaphyllos
(Kreuzblütler)
Bis 30 cm, Stängelblätter quirlig angeordnet, meist 3-zählig, mit gesägten Teilblättchen, Blüten nickend, Kronblätter bis 1,6 cm lang, gelblich-weiß, Staubbeutel gelb
Blütezeit: V–VII

Standort: Laubmischwälder, Hochstaudenfluren bis 1900 m in den Alpen, ostwärts bis zur Tatra und Karpaten, Apennin, Mazedonien.

Schwalbenwurz

Vincetoxicum hirundinaria (Schwalbenwurzgewächs)
Bis 1 m, kaum behaarte Pflanze, Blätter gegenständig, kurzgestielt, breit lanzettlich, unterseits auf den Nerven kurz flaumig behaart, Blütenstände in den oberen Blattachseln, mehrere Teilblütenstände. Kelchzipfel 2 mm lang, spitz Krone trichterförmig.
Blütezeit: V–VIII
Standort: Felshänge, lichte Wälder, Gebüsche bis 1700 m in den Alpen, Asien, Nordafrika

 

Alpen-Mutterwurz

Ligusticum mutellina (Doldengewächs)
Bis 50 cm hoch, kahle Pflanze. Blätter mehrfach fiederschnittig, Dolden meist ohne Hüllblätter, Kronblätter weißlichrosa bis rot.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Almwiesen, Zwergstrauchgebüsch, Bergwälder über 1500 m in den Alpen, Mittel- und Südeuropa.

 

Bartige Glockenblume

Campanula barbata (Glockenblumengewächs)
Bis 40 cm hoch mit steif behaartem Stängel. Grundständige Blätter rosettenartig, Blüten kurzgestielt, Kronzipfel lang, bärtig.
Blütezeit: VII–VIII
Standort: Rasen, Zwergstrauchbestände, Bergwälder und Wiesen, kalkarme Böden bis über 2500 m in den Alpen, Karpaten, Sudeten.

Traubensteinbrech

Saxifraga paniculata (Steinbrechgewächs)
Bis 40 cm hoch, über die Mitte verzweigte, drüsige Stängel und grundständige, sterile Blattrosetten. Blattrand scharf gesägt, mit Kalkschüppchen, Kornblätter rundlich, eiförmig, oft rot punktiert.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Felsspalten, Felsschutt, offene Rasen bis über 3000 m in den Alpen, europäisches Gebirge, Kleinasien u. Arktis.

 

INTERESSANTES IN DER SÄULE

NATUR UND KULTUR

NATURPARK RIEDINGTAL

Der Naturpark Riedingtal liegt in der Gemeinde Zederhaus im Salzburger Lungau und umfasst rund 26 km² inmitten beeindruckender Gebirgslandschaft mit einer alpinen Kulturlandschaft aus Almen, Wäldern und Bergwiesen.

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GEOLOGIE

Im Riedingtal treffen verschiedene geologische Zonen aufeinander, darunter Dolomit-, Marmor- und Schiefergesteine. Die eiszeitlich geformte Landschaft ist reich an Mineralien wie Flussspat und Bergkristallen.

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FAUNA

Das Riedingtal bietet Lebensraum für viele Wildtiere wie Murmeltiere, Gämse, Steinadler und seltene Vogelarten wie Bartgeier und Mauerläufer. In alpinen Gewässern laichen Amphibien wie Grasfrosch und Bergmolch und über 300 Schmetterlingsarten wurden im Gebiet nachgewiesen.

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FLORA

Der Naturpark bietet eine vielfältige, teils geschützte Pflanzenwelt. Blütenreiche Almen und alte Heilpflanzen prägen das Tal, besonders zur Zeit der Zederhauser Prangstangen.

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JAGD

Im Riedingtal lebt ein starker Rotwildbestand, der in den schwer zugänglichen Hangbereichen wichtige Rückzugsräume findet. Neben Gams- und Rehwild sind auch Murmeltiere, Hasen und seltene Vogelarten wie Auer- und Birkhuhn heimisch.

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KLIMA

Der Lungau weist ein alpin-kontinentales Klima mit eher geringen Niederschlagsmengen auf, wobei etwa ein Viertel als Schnee fällt. Die Winter sind streng mit durchschnittlich vier Monaten Schneebedeckung, und der August ist der niederschlagsreichste Monat.

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GEWÄSSER

Das Riedingtal ist geprägt von naturnahen Bächen wie dem Vorderen und Hinteren Riedingbach sowie zahlreichen kleineren Zuflüssen und über 40 natürlichen Seen und Tümpeln. Diese Gewässer sind ökologisch bedeutsam und bieten wichtigen Lebensraum für Amphibien wie Grasfrosch und Bergmolch.

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NATURPARKFLÄCHEN

Das Natura 2000-Gebiet im hinteren Riedingtal schützt gefährdete Lebensräume und Arten gemäß EU-Richtlinien. Eingriffe sind dort grundsätzlich verboten oder nur mit behördlicher Bewilligung erlaubt, um den europaweiten Schutzstandard zu gewährleisten.

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Die vier Säulen des Naturparks Riedingtal

Neben der langfristig nachhaltigen Entwicklung des Gebietes (Schutz), der Erholungsmöglichkeit für die Bevölkerung (Erholung), der regionalwirtschaftlichen Impulssetzung (Regionalentwicklung), ist die natur- u. kulturbezogene Wissensvermittlung (Bildung) eine wichtige Säule des Naturparks Riedingtal in Zederhaus im Salzburger Lungau.

NATUR UND KULTUR

Der Naturpark Riedingtal besticht durch seine unberührten Gipfelregionen, artenreiche Flora und Fauna sowie die harmonische Verbindung von alpiner Naturlandschaft und traditioneller Kulturlandschaft mit charakteristischen Almen. Ziel ist es, diese vielfältige und über Jahrhunderte gewachsene Landschaft durch nachhaltige Nutzung zu erhalten und erlebbar zu machen.

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BILDUNG UND FORSCHUNG

Der Naturpark Riedingtal verbindet Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung, indem er Natur und Kultur durch interaktive Angebote erlebbar macht. In Kooperation mit der Universität Salzburg und lokalen Akteuren entsteht so eine Modellregion, in der Wissenschaft und praktisches Wissen gemeinsam zu nachhaltiger Entwicklung beitragen.

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ERHOLUNG UND ERLEBEN

Der Naturpark Riedingtal setzt auf nachhaltigen Tourismus mit einem zonierten Konzept aus Info-, Erlebnis- und Naturzone, das Bildung, Erholung und Naturerlebnis verbindet. Wanderwege, Themenpfade und ein Naturparkzentrum ermöglichen Besucher*innen aller Altersgruppen einen naturnahen Zugang zur vielfältigen Landschaft, Tierwelt und Kultur des Tals.

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REGIONALENTWICKLUNG

Der Erhaltungs- und Gestaltungsplan sichert eine naturverträgliche Entwicklung des Naturparks Riedingtal und berücksichtigt dabei die Interessen von Grundeigentümern, Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz. Durch regionale Projekte, Bildungsangebote und gelebte Volkskultur mit traditionellem Almleben wird der Naturpark zu einem wertvollen Erholungs- und Erlebnisraum für Einheimische und Gäste.

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NATUR UND KULTUR

Der Naturpark Riedingtal ist ein landschaftliches Juwel in den Niederen Tauern mit wilden Karen, hohen Gipfeln, lieblichen Almen und beeindruckt mit unberührter Natur, und artenreicher Flora und Fauna. Ziel ist es, den Naturraum durch nachhaltige Nutzung zu sichern, und in seiner Vielfalt und Schönheit, die über Jahrhunderte geprägte Natur- u. Kulturlandschaft zu schützen und zu erhalten!

JAGD
KLIMA
GEWÄSSER
NATURPARKFLÄCHEN

BILDUNG UND FORSCHUNG

Naturparke fördern Forschung und Bildung, indem sie natur- und kulturbezogenes Wissen durch interaktive Angebote und praxisnahes Erleben vermitteln. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Konzepte der Umwelt- und Kulturpädagogik.

ERHOLUNG UND ERLEBEN

Der Naturpark Riedingtal in den Niederen Tauern besticht durch wilde Kare, hohe Gipfel, artenreiche Flora und Fauna sowie ursprüngliche Almen. Ziel ist der Erhalt dieser über Jahrhunderte gewachsenen Natur- und Kulturlandschaft durch nachhaltige Nutzung und Schutz ihrer ökologischen und landschaftlichen Vielfalt.

VERANSTALTUNGEN
NATURPARKFÜHRUNGEN
INTERAKTIVE KARTE

REGIONALENTWICKLUNG UND NATURPARKGEMEINDE

Im Naturpark Riedingtal sorgt ein spezieller Plan dafür, dass Natur, Almen und Kultur erhalten bleiben. Gemeinsam mit Einheimischen wurden Projekte entwickelt, die Natur schützen und den Tourismus stärken. Gäste erwartet ein vielseitiges Angebot an Erholung, Bildung, regionaler Küche, Handwerk und echter Lungauer Volkskultur.

DIREKTVERMARKTUNG
ALMBEWIRTSCHAFTUNG
ALMSOMMERFESTE
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