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Die Pflanzenwelt im Naturpark Riedingtal
Im Riedingtal wachsen zahlreiche gefährdete und gesetzlich geschützte Pflanzenarten. Die farbenprächtigen Almen sind besonders zur Sommersonnenwende beeindruckend, wenn Tausende Blüten die Zederhauser Prangstangen schmücken. Die unberührten Gipfelregionen bieten eine vielfältige Naturlandschaft. Der botanische Reichtum wird durch kalk- und zentralalpine Gesteine begünstigt. Viele Alpenpflanzen sind traditionelle Heilpflanzen, deren Bedeutung heute wieder wächst.
Weitere Infos zum Thema
Natur und Kultur
- Röhrenblütler
- Korbblütler
- Rosengewächs
- Braunwurzgewächs
- Hahnenfußgewächs
- Enziangewächs
- Knöterichgewächs
- Mohngewächs
- Heidekrautgewächs
- Orchideengewächs
- Wasserschlauchgewächs
- Liliengewächs
- Natterngewächs
- Lippenblütler
- Primelgewächs
- Riedgrasgewächs
- Nelkengewächs
- Bleiwurzgewächs
- Kreuzblütler
- Schwalbenschwanzgewächs
- Doldengewächs
- Glockenblumengewächs
- Steinbrechgewächs
Gold-Pippau
Crepis aurea (Korblütler)
Bis 30 cm hoch, Stängel unverzweigt, Blätter grundständig, kahl, Blüten zungenförmig.
Blütezeit: V – IX
Standort: Almwiesen, Zwergweidenspaliere bis 2500 m in den Alpen bis Kleinasien.
Gämswurz-Grossblütige
Doronicum grandiflorum (Korbblütengewächs)
Bis 50 cm hoch, mit behaartem Stängel, grundständige Blätter, leicht herzförmig, obere Blätter sitzend, Köpfe 4–6 cm breit, Köpfchenboden behaart.
Blütezeit: VII – VIII
Standort: Felsschutt, offene Rasengesellschaften und Kalkfluren, stets auf Kalk bis über 2500 m in den Alpen, Pyrenäen und Korsika.
Wucherblume
Leucanthemum atratum halleri (Korbblütler)
Bis 40 cm hoch mit aufrechten 1-köpfigen, beblätterten Stängel, Blätter kahl, spatelig, grob gezähnt bis gesägt, Köpfe bis 5 cm breit, Hülle halbkugelig, Hüllblätter mehrreihig, breit schwarzrandig.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Felsschutt, offene Rasen meist über 1500 m, von Wallis bis Oberösterreich und Kärnten.
Alpen-Massliebchen
Alster bellidiastrum (Korbblütler)
Bis 30 cm hoch, Blätter verkehrt eiförmig, ganzrandig oder vorne gekerbt, Köpfchen einzeln, auf blattlosen Schäften, Scheibenblüten gelb. Hüllschuppen in 2 Reihen, bis zu 50 Randblüten.
Blütezeit: V – VIII
Standort: Rasen, Quellfluren, lichte Bergwälder bis weit über 2000 m in den Alpen, Mittel- und Südeuropa.
Edelweiss
Leontopodium alpinum (Korbbütler)
Bis 25 cm hoch mit dichtem, wolligen Stängel, auf der Unterseite weißfilzig behaarte Blätter, Köpfchen 5–6 mm lang, röhrenförmige Blüten, endständig, weißfilzige sternförmig angeordnete Hochblätter.
Blütezeit: VII–IX
Standort: Felsspalten, rasige Schutthalden u. lückige Rasen meist über 1500 m in Alpen, Pyrenäen, Karpaten, nördl. Balkanhalbinsel.
Alpen-Aster
Aster alpinus (Korbblütler)
Bis 20 cm hoch, 1-köpfiger Stängel, flaumig behaart, Zungenblüten blauviolett bis rosa.
Blütezeit: VII–IX
Standort: offene Rasen, kalkreiche Böden bis über 3000 m. in den Alpen bis nach Asien u. Nordamerika.
Goldrute
Solidago virgaurea (Korbblütler)
Bis 50 cm hoch, meist kahle Pflanze. Köpfchen in dichten, ährigen Blütenständen
Blütezeit: VII–X
Standort: Rasen, Bergwälder, in den Alpen, Europa, Arktis. Sehr bekannte Heilpflanze.
Arnika
Arnica montana (Korbblütler)
Bis 60 cm hoch, behaart. Stängel mit 1 – 3 gegenständigen Blattpaaren. Köpfe bis 8 cm breit, orange bis dottergelb.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Trockene Weiden auf Urgestein, in den Alpen Europas.
Sehr bekannte Heilpflanze (Vorsicht!)
Alpenscharte
Saussurea alpina (Korbblütler)
Bis 35 cm hoch, Blätter oberseits kahl, unterseits locker grauwollig - spinnwebis, Blüten 5 - 15 im straußigen Körbchen, reichästige Rispe, eiförmig, Blüten zwittrig, rotviolett. Blätter grundständig am Stängel wechselständig, gestielt.
Blütezeit: VI–IX
Standort: arktisch - alpine Verbreitung, auf kalkarme, steinige oder torfige Böden, windgefegte Grate, von 2000 bis 3000 m in den Zentralalpen.
Gestutzes Läuserkraut
Pedicularis recutita (Braunwurzgewächs)
Bis 60 cm hoch, Stängel beblättert, Blätter gefiedert, Kelch kahl, Krone bis
1,5 cm lang, dunkel blutrot überlaufen.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Quellfluren, Rostseggenrasen von 1000 m bis 2500 m, in den Alpen von Savoyen bis Niederösterreich.
Fingerhut-Grossblütiger
Digitalis grandiflora (Braunwurzgewächs)
Bis 1 m hoch, grundständige Blattrosette, unverzweigter Stängel, Blätter lanzettlich, feingesägter Rand. Blütenkrone 4–5 cm lang, innen gepunktet, an der Spitze 2-lippig.
Blütezeit: VI – IX
Standort: Felsschutt, lückige Rasen, Waldränder in den Alpen Europas.
Sehr giftig!!!
Gletscher Hahnenfuss
Ranunculus glacialis (Hahnenfußgewächs)
Bis 20 cm hoch, Stängel aufrecht, verzweigt, meist kahl,
Grundblätter fleischig 3-teilig, Blüten weiß bis braunrosa, 1½ – 3 cm breit.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Alpen in ganz Europa, bis 4200 m.
Sumpfdotterblume
Caltha palustris (Hahnenfußgewächs)
Bis 50 cm hoch, Stängel hohl, aufsteigend, Grundblätter gestielt, Stängelblätter sitzend, nierenförmig. Blüten ohne Kelchblätter, immer goldgelb, fettig glänzend, 2½ – 4 cm breit.
Blütezeit: III – V
Standort: Nasse Lehmböden, Nasswiesen, Graben, Ufer, bis 2200 m in Europa.
Trollblume
Trollius europaeus (Hahnenfußgewächs)
Bis 60 cm hoch, Blätter gestielt, handförmig 3 – 5teilig, Blüten meist einzeln, endständig 2 – 3 cm breit, neigen sich kugelig zusammen.
Blütezeit: V – VI
Standort: Feuchtböden, Bergwiesen,
in den Alpen bis ca. 2300 m zerstreut in ganz Europa.
Frühlings-Küchenschelle
Pulsatilla vernalis (Hahnenfußgewächs)
Bis 15 cm hoch grundständige Blätter, wenig behaart, einfach gefiedert, Blüten einzeln endständig 4 - 6 cm breit, außen hell-violett, rosa bis zartbräunlich, immer weiß zottig behaart.
Blütezeit: III–VI
Standort: kalkarme, ungedüngte Böden, Magerrasen, im Mittelgebirge in den Alpen von ca. 1000 m bis 3000 m.
Waldrebe (Alpenrebe)
Clematis alpina (Hahnenfußgewächs)
Bis 2 cm lang, kletternde, verholzte Triebe, Blätter gegenständig, langgestielt. Blüten einzeln, langgestielt, nickend bis 5 cm lange violett bis hellblaue Blütenblätter.
Blütezeit: V–VIII
Standort: Felsen, Gebüsche, lichte Wälder, auf Kalk, auch auf Silikat, in den Alpen u. Pyrenäen, Osteuropäische Gebirge, Nordasien u. Nordamerika.
Purpurenzian
Gentiana purpurea (Enziangewächs)
Bis 60 cm hoch, Blätter kreuzgegenständig, elliptisch bis lanzettlich. Blüten in Achseln der oberen Stängelblätter. Kelch glockig mit 5–8 nach außen gebogenen Zähnen.
Blütezeit: VI – IX
Standort: Almweiden, Hochstaudenfluren, Bergwälder über 1300 m. Alpen von Niederösterreich bis Bayern.
Schnee-Enzian
Gentiana nivalis (Enziangewächs)
Bis 15 cm hoch, Stängel oft vom Grund auf verzweigt, Grundblätter eiförmig, stumpf. Blüten an Astenden, Krone 1½ cm breit, leuchtend blau.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Offene Rasenbestände, besonders Südlagen, kalkhaltige Böden, meist über 1500 m. Verbreitung von Pyrenäen bis Balkan und Kleinasien.
Sumpfenzian (Tarant)
Swertia perennis (Enziangewächs)
Bis 50 cm hoch, Blätter gegenständig, schmal-eiförmig. Blüten mit kantigen Stielen in lockerer Rispe, trüb violett mit schmutzig violetter Äderung.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Kalkhaltige nasse Moorböden, Flach- und Quellmoore, Alpenvorland bis 2000 m.
Enzian Breitblätter
Gentiana acaulis (Enziangewächs)
Bis 10 cm hoch, Stängel zur Blütezeit sehr kurz, Grundblätter lanzettlich, Stängelblätter viel kleiner, Blüten einzeln, Krone blau, schmal klockenförmig, innen mit grünen Flecken od. Streifen.
Blütezeit: V–VIII
Standort: Felshänge, Rasen, Weiden, gern auf Kalk, über 1000 m, in den Zentralalpen, Pyrenäen, Karpaten, Balkanhalbinsel.
Bayerischer Enzian
Gentiana bavarica (Enziangewächs)
Bis 20 cm hoch, 1-blütige Stängel, mehrblättrige blütenlose Triebe, Blätter verkehrt eiförmig, stumpf, Krone 2 – 3 cm breit mit ausgebreiteten, stumpfen Kronzipfeln, Kelch röhrenförmig, sehr schmal geflügelt.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Quellfluren, offene Rasenbestände, vorwiegend auf Kalk, nur in den Alpen verbreitet.
Gelber Alpenmohn
Papaver rhaeticum (Mohngewächs)
Bis 20 cm hoch, 1-blütig, blattloser, steifhaariger Stängel. Blätter behaart, 4 Kronblätter, 2 Kelchblätter, dicht schwarzhaarig.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Kalkschiefer, Dolomit-Felsschnitt, Südostalpen bis Balkanhalbinsel.
Weißer Alpenmohn
Papaver sendtneri (Mohngewächs)
Bis 20 cm hoch, 1-blütig, steifhaariger Stängel, Blätter grundständig, zerstreut behaart. Kronblätter ca. 2 cm lang, Kelchblätter dicht braunschwarz behaart.
Blütezeit: VII – IX
Standort: Felsschutt, Felsspalten auf Kalk/Dolomit bis über 2400 m – Zentralalpen bis Dachstein.
Bewimperte Alpenrose
Rhododendron hirsutum (Heidekrautgewächs)
Bis 100 cm hoher Strauch, Blätter flach, grün mit kurzen Zähnen, abstehende Wimpern. Krone glockenförmig.
Blütezeit: VI – VIII
Standort: Kalkböden, Bergwälder bis 2500 m, mittlere/südliche Alpen, Tatra, Balkan.
Zwerg-Alpenrose
Rhodothamnus chamaecistus (Heidekrautgewächs)
Bis 30 cm hoch, locker verzweigter Zwergstrauch, Blätter länglich, bewimpert, immergrün. Blüten auf langen drüsig behaarten Stielen, Krone bis 3 cm.
Blütezeit: V – VII
Standort: Felsspalten, Felsschutt auf Kalk/Dolomit über 2000 m, Alpen von Comer See bis Allgäu.
Zweiblättrige Waldhyazinthe
Platanthera bifolia (Orchideengewächs)
Bis 50 cm hoch, Stängel hell, gelbgrün, mit 2 selten 3-4 grundständigen Laubblättern, 3–5 lanzettliche Stängelblätter. Blütenstand zylindrisch bis 25 cm lang, reichblütig, weiß, Lippe zungenförmig nach abwärts gerichtet.
Blütezeit: VI–VII
Standort: Wiesen, lichte Wälder in Europa und Asien.
Kohlröschen
Nigritella nigra (Orchideengewächs)
Bis 15 cm hoch mit grasartigen Blättern, Blüten dunkelrot bis schwarz-rot, eiförmig, stark nach Vanille duftend, Perigonblätter lanzettlich, Lippe 3eckig, aufwärts gerichtet.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Trockene Wiesen, meist über 1500 m in den Alpen häufig, sowie europäische Gebirge vorkommend.
Alpen-Fettkraut
Pinguicula alpina (Wasserschlauchgewächs)
Bis 15 cm hoch, Blätter gelbgrün, elliptisch, am Rand eingerollt, drüsig klebrig (Fang kleiner Insekten), grundständige Rosette. Blüten einzeln, Krone mit Sporn, rahmweiß mit gelben Flecken.
Blütezeit: V–VII
Standort: Rasen, Flachmoore, Quellflure bis über 2500 m, Alpen und Nordeuropa. Eiszeitrelikt.
Türkenbund
Lilium martagon (Liliengewächs)
Bis 1,5 m hoch, Blätter wechselständig, die mittlere quirlartig angeordnet. Blüten stark u. unangenehm riechend, Blütenblätter bis 7 cm lang, zurückgebogen.
Blütezeit: VII–VIII
Standort: Laubwälder, Hochstaudenfluren, Bergwiesen bis über 2000 m in den Alpen fast ganz Europa, Asien bis ca. Baikalseegebiet.
Mondraute
Botrychium lunaria (Natterngewächs)
Bis 25 cm hoch, Blattstiel gabelig verzweigt, aufrecht, kahl, gelbgrün glänzend. Fiederblatt halbmondförmig, diese überdecken sich teilweise. Die Rispe mit Sporangien zweigt in der Mitte des Blattwedels ab. Sporenbehälter erst hellgrün, später bis bräunlich.
Blütezeit: VI–VIII
Standort: auf trockenen, kalkhaltigen bis sauren Böden, Borstgrasrasen, in den Alpen.
(Die älteste Pflanze der Welt – ca. 300 Mio. Jahre).
Pyramiden Günsel
Ajuga pyramidalis (Lippenblütler)
Bis 20 cm hoch, Grundblätter in Rosetten, am
Rand gekerbt; Stängelblätter dicht stehend. Blüten bis 2 cm lang mit sehr kurzer Oberlippe.
Blütezeit: VI – IX
Standort: Magerwiesen, Almweiden, auf kalkarme Böden bis über 2000 m.
In den Alpen häufig in ganz Europa verbreitet.
Klebrige Primel
Primula glutinosа (Primelgewächs)
Bis 10 cm hoch, Blätter bis 6 cm lang, vorne meist gezähnt, sehr klebrig, matt glänzend. Blüten bis zu 7 cm, duftend, dunkelviolett bis lila, Kronzipfel tief eingebuchtet.
Blütezeit: IV–VI
Standort: Feuchter Felsschnitt, Weidenspalier auf kalkarmen Böden von 1600 bis 3000 m, Ostalpen bis zur Karpatenregion.
Mehl-Primel
Primula farinosa (Primelgewächs)
Bis 30 cm hoch, Blätter grundständig, oberseits grün, unterseits dicht mehlig bestäubt. Blüten 1–1,5 cm lang auf mehlig bestäubtem Schaft, Krone 5-lappig.
Blütezeit: V–VII
Standort: Flachmoore, Rasen, Felsschutt, von der Ebene bis über die Baumgrenze, in den Alpen Europas bis Arktis.
Zwerg-Primel
Primula minima (Primelgewächs)
Bis 4 cm hoch, Blätter rosettenartig, keilförmig bis 2 cm lang, glänzend, große knorpelige Sägezähne, Blüten bis 3 cm breit, meist einzeln auf dem Schaft.
Kronlippen tief eingeschnitten, Kelch schmal glockig.
Blütezeit: VI–VII
Standort: Felsschnitt, Rasen, Schneetälchen auf kalkarmen Böden von 1500 m bis 3000 m in den Alpen, Karpaten und Balkan.
Echtes Alpenglöckchen
Soldanella alpina (Primelgewächs)
bis 15 cm hoch, rundliche Blätter, junge Blatt- und Blütenstiele mit sitzenden Drüsen, später kahl, Krone trichterig bis zur Mitte oder mehr gefranst.
Blütezeit: IV–VII
Standort: feuchte Böden, Rasen, vorwiegend auf Kalk, von den Tallagen bis 3000 m in den Alpen, Pyrenäen, Schwarzwald, Apennin und Balkan.
Wollgras
Eriophorum angustifolium (Riedgrasgewächs)
Bis 50 cm hoch, Stängel undeutlich 3-kantig, aufrecht oder nickend, Blütenstand mit 3 - 7, etwa 1 - 2 cm langen weißwolligen hängenden Ährchen, Wollhaare 4 - 5 cm lang.
Blütezeit: III - VIII
Standort: nasse, torfige Böden, Nasswiesen, Gräben, Flachmoore in den Alpen bis ca. 2300 m.
Prachtnelke
Dinthus superbus (Nelkengewächs)
Bis 70 cm hoch, Stängelblätter gegenständig, bis 8 cm lang und ca. 5 mm breit, Blüten endständig, Blütenblätter tief unregelmäßig zerschlitzt.
Blütezeit: IV - X
Standort im mittleren Almgebiet auf massig sauren, nährstoffwarmen Böden, Almwiesen bis 2300 m in den Alpen.
Alpen-Grasnelke
Armeria alpina (Bleiwurzgewächs)
Bis 30 cm hoch, meist in dichten Polstern. Blätter grasartig bis 8 cm lang, Stängel kahl, blattlos. Blüten in den Achseln häutiger Tragblätter in köpfchenartigen Blütenständen.
Blütezeit: VI - IX
Standort: Felsspalten, Felsschutt, lückige Rasen von 1500 m bis ca. 3000 m in den Alpen, Spanien, Pyrenäen, Karpaten.
Weiße Zahnwurz
Cardamine enneaphyllos
(Kreuzblütler)
Bis 30 cm, Stängelblätter quirlig angeordnet, meist 3-zählig, mit gesägten Teilblättchen, Blüten nickend, Kronblätter bis 1,6 cm lang, gelblich-weiß, Staubbeutel gelb
Blütezeit: V–VII
Standort: Laubmischwälder, Hochstaudenfluren bis 1900 m in den Alpen, ostwärts bis zur Tatra und Karpaten, Apennin, Mazedonien.
Schwalbenwurz
Vincetoxicum hirundinaria (Schwalbenwurzgewächs)
Bis 1 m, kaum behaarte Pflanze, Blätter gegenständig, kurzgestielt, breit lanzettlich, unterseits auf den Nerven kurz flaumig behaart, Blütenstände in den oberen Blattachseln, mehrere Teilblütenstände. Kelchzipfel 2 mm lang, spitz Krone trichterförmig.
Blütezeit: V–VIII
Standort: Felshänge, lichte Wälder, Gebüsche bis 1700 m in den Alpen, Asien, Nordafrika
Bartige Glockenblume
Campanula barbata (Glockenblumengewächs)
Bis 40 cm hoch mit steif behaartem Stängel. Grundständige Blätter rosettenartig, Blüten kurzgestielt, Kronzipfel lang, bärtig.
Blütezeit: VII–VIII
Standort: Rasen, Zwergstrauchbestände, Bergwälder und Wiesen, kalkarme Böden bis über 2500 m in den Alpen, Karpaten, Sudeten.
Traubensteinbrech
Saxifraga paniculata (Steinbrechgewächs)
Bis 40 cm hoch, über die Mitte verzweigte, drüsige Stängel und grundständige, sterile Blattrosetten. Blattrand scharf gesägt, mit Kalkschüppchen, Kornblätter rundlich, eiförmig, oft rot punktiert.
Blütezeit: VI–IX
Standort: Felsspalten, Felsschutt, offene Rasen bis über 3000 m in den Alpen, europäisches Gebirge, Kleinasien u. Arktis.
INTERESSANTES IN DER SÄULE
NATUR UND KULTUR
NATURPARK RIEDINGTAL
Der Naturpark Riedingtal liegt in der Gemeinde Zederhaus im Salzburger Lungau und umfasst rund 26 km² inmitten beeindruckender Gebirgslandschaft mit einer alpinen Kulturlandschaft aus Almen, Wäldern und Bergwiesen.
GEOLOGIE
Im Riedingtal treffen verschiedene geologische Zonen aufeinander, darunter Dolomit-, Marmor- und Schiefergesteine. Die eiszeitlich geformte Landschaft ist reich an Mineralien wie Flussspat und Bergkristallen.
FAUNA
Das Riedingtal bietet Lebensraum für viele Wildtiere wie Murmeltiere, Gämse, Steinadler und seltene Vogelarten wie Bartgeier und Mauerläufer. In alpinen Gewässern laichen Amphibien wie Grasfrosch und Bergmolch und über 300 Schmetterlingsarten wurden im Gebiet nachgewiesen.
FLORA
Der Naturpark bietet eine vielfältige, teils geschützte Pflanzenwelt. Blütenreiche Almen und alte Heilpflanzen prägen das Tal, besonders zur Zeit der Zederhauser Prangstangen.
JAGD
Im Riedingtal lebt ein starker Rotwildbestand, der in den schwer zugänglichen Hangbereichen wichtige Rückzugsräume findet. Neben Gams- und Rehwild sind auch Murmeltiere, Hasen und seltene Vogelarten wie Auer- und Birkhuhn heimisch.
KLIMA
Der Lungau weist ein alpin-kontinentales Klima mit eher geringen Niederschlagsmengen auf, wobei etwa ein Viertel als Schnee fällt. Die Winter sind streng mit durchschnittlich vier Monaten Schneebedeckung, und der August ist der niederschlagsreichste Monat.
GEWÄSSER
Das Riedingtal ist geprägt von naturnahen Bächen wie dem Vorderen und Hinteren Riedingbach sowie zahlreichen kleineren Zuflüssen und über 40 natürlichen Seen und Tümpeln. Diese Gewässer sind ökologisch bedeutsam und bieten wichtigen Lebensraum für Amphibien wie Grasfrosch und Bergmolch.
NATURPARKFLÄCHEN
Das Natura 2000-Gebiet im hinteren Riedingtal schützt gefährdete Lebensräume und Arten gemäß EU-Richtlinien. Eingriffe sind dort grundsätzlich verboten oder nur mit behördlicher Bewilligung erlaubt, um den europaweiten Schutzstandard zu gewährleisten.
Die vier Säulen des Naturparks Riedingtal
Neben der langfristig nachhaltigen Entwicklung des Gebietes (Schutz), der Erholungsmöglichkeit für die Bevölkerung (Erholung), der regionalwirtschaftlichen Impulssetzung (Regionalentwicklung), ist die natur- u. kulturbezogene Wissensvermittlung (Bildung) eine wichtige Säule des Naturparks Riedingtal in Zederhaus im Salzburger Lungau.
NATUR UND KULTUR
Der Naturpark Riedingtal besticht durch seine unberührten Gipfelregionen, artenreiche Flora und Fauna sowie die harmonische Verbindung von alpiner Naturlandschaft und traditioneller Kulturlandschaft mit charakteristischen Almen. Ziel ist es, diese vielfältige und über Jahrhunderte gewachsene Landschaft durch nachhaltige Nutzung zu erhalten und erlebbar zu machen.
BILDUNG UND FORSCHUNG
Der Naturpark Riedingtal verbindet Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung, indem er Natur und Kultur durch interaktive Angebote erlebbar macht. In Kooperation mit der Universität Salzburg und lokalen Akteuren entsteht so eine Modellregion, in der Wissenschaft und praktisches Wissen gemeinsam zu nachhaltiger Entwicklung beitragen.
ERHOLUNG UND ERLEBEN
Der Naturpark Riedingtal setzt auf nachhaltigen Tourismus mit einem zonierten Konzept aus Info-, Erlebnis- und Naturzone, das Bildung, Erholung und Naturerlebnis verbindet. Wanderwege, Themenpfade und ein Naturparkzentrum ermöglichen Besucher*innen aller Altersgruppen einen naturnahen Zugang zur vielfältigen Landschaft, Tierwelt und Kultur des Tals.
REGIONALENTWICKLUNG
Der Erhaltungs- und Gestaltungsplan sichert eine naturverträgliche Entwicklung des Naturparks Riedingtal und berücksichtigt dabei die Interessen von Grundeigentümern, Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz. Durch regionale Projekte, Bildungsangebote und gelebte Volkskultur mit traditionellem Almleben wird der Naturpark zu einem wertvollen Erholungs- und Erlebnisraum für Einheimische und Gäste.